Shopping Cart
Your Cart is Empty
Quantity:
Subtotal
Taxes
Shipping
Total
There was an error with PayPalClick here to try again
CelebrateThank you for your business!You should be receiving an order confirmation from Paypal shortly.Exit Shopping Cart

Mobile

Tier Kinesiologie

Märchen-Puppenspiele

am Mittelaltermarkt, Jahrmarkt, Kindergärten, Privatfeiern etc.

Tips für Eltern

1​. Mitleid und Mitgefühl


Bringen Sie Ihren Kindern kein Mitleid entgegen, wenn diese weinen, schreien oder sich wehgetan haben. Schenken Sie Ihren Kindern Mitgefühl.

Mitleid ist schwächend für denjenigen, der es bekommt und auch für denjenigen, der es gibt. Mitgefühl ist stärkend für beide.

Sie erkennen Mitleid daran, dass Sie sich dabei selber traurig, verletzt, müde oder sonstwie geschwächt fühlen. Mitgefühl hingegen kommt aus Ihrer eigenen inneren starken, klaren Mitte und stärkt den Beschenkten wie Sie selbst!


2. Vorbild / Nachahmung / Verantwortung / Führungsrolle

Agieren Sie immer als Vorbild für Ihre Kinder. Das gibt den Kindern die Möglichkeit, Sie nachzuahmen in dem, was Sie sagen, tun oder lassen. Kinder lernen am meisten über Nachahmung. Positives wie Negatives.

Als Vorbild übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Kinder und sich selbst. Kinder sind darauf angewiesen, dass Erwachsene die Führungsrolle übernehmen.

Überlassen wir den Kindern die Entscheidungen für Tagesabläufe, Ernährung, Schlafgewohnheiten, Gesundheitsfragen oder Sicherheit, überfordert dies die Kinder und führt zu Störungen im Zusammenleben und in der emotionalen Entwicklung der Kinder.

Entscheiden Sie das Meiste selber. Entlasten Sie die Kinder von der Verantwortung, alles entscheiden zu müssen, und treten Sie für Ihre Entscheidungen ein.


3. Wahlmöglichkeiten

Ist Ihr Kind bereits daran gewöhnt, alles selber zu bestimmen, z.B. was getan oder nicht getan wird, was gegessen oder nicht gegessen wird, was angezogen oder nicht angezogen wird, wohin gegangen oder nicht gegangen wird (die Liste lässt sich schier endlos verlängern… ), bieten Sie Ihrem Kind jeweils zwei Wahlmöglichkeiten an. Wenn das Kind sich bereits angewöhnt hat, alles selber zu entscheiden, dann soll es eine Entscheidung fällen dürfen, die kindgerecht ist.

Beispiel: Ihr Kind möchte im Winter die neuen, offenen Sandalen tragen und fängt an, herumzutoben, weil Sie es verbieten.

Lösungsmöglichkeit: Bieten Sie dem Kind die freie Wahl zwischen

a) den Winterstiefeln

b) den warmen Waldschuhen

Bestätigen Sie dem Kind, dass es ganz selber entscheiden darf, ansonsten entscheiden Sie selber. Sagen Sie dies dem Kind. Zeigen Sie Ihrem Kind die Konsequenz im Vorfeld auf, wenn es sich nicht selber für eine der beiden Wahlmöglichkeiten entscheiden will. Vermeiden Sie Diskussionen. Entweder das – oder das. Klare Ansage. Das Kind kann selbst entscheiden welches Ihrer Angebote es annehmen will. Gestalten Sie die Wahlmöglichkeiten so, dass das ursprüngliche Programm und etwas (noch) weniger tolles zur Auswahl steht. Das Kind wird sich rasch für das Bessere von beiden entscheiden, auch wenn es genau das war, was es vorher nicht wollte. Und es wird zufrieden damit sein.

Falls es soweit kommt, dass Sie selbst entscheiden müssen, entscheiden Sie ruhig und bestimmt und treten klar, konsequent und sicher für Ihre Handlung ein.


Ihr Kind möchte z.B. auf den Spielplatz und nicht in den Wald zum Spielen. Wenn beide Möglichkeiten für Sie stimmig sind, darf das Kind entscheiden. Wenn Sie aus irgendeinem Grund im Moment nur eine Möglichkeit anbieten wollen, können Sie dem Kind trotzdem eine Wahl anbieten, wenn es anfängt sich aufzulehnen: Gehen Sie z.B. in den Wald, darf das Kind wählen, an welchem der bevorzugten Waldplätze es spielen will. Findet es eine dritte Möglichkeit, kann das auch stimmen. Weigert sich das Kind, zu entscheiden, weil es auf den Spielplatz will, entscheiden Sie. Sie können dem Kind auch ankündigen, dass Sie sonst selber entscheiden. Meistens kommt eine Entscheidung des Kindes dann ziemlich rasch und es ist zufrieden. Wenn Sie entscheiden, entscheiden Sie ruhig, bestimmt, klar. Das Kind wird innert kurzer Zeit den Spielplatz vergessen haben und voller Freude den Wald entdecken. Das Ganze ist in den meisten Fällen nur ein Austesten, ob die Führungsposition des Erwachsenen auch richtig ausgeführt wird. Kinder brauchen diese Führung, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Mit der Zeit wird Ihre klare, ruhige Entscheidung vom Kind ohne Weiteres akzeptiert werden, und Sie brauchen das ganze Spiel nicht mehr.


4. Liebevolle Konsequenz

Handeln Sie jederzeit liebevoll konsequent. Je mehr Sie Ihre Kinder daran gewöhnen, dass Sie das, was Sie sagen und möchten, auch so meinen und gewillt und in der Lage sind, dies auch durchzusetzen, desto sicherer und geborgener werden sich Ihre Kinder in Ihrer Gegenwart fühlen und sich auch so verhalten. Das gibt Ihnen selbst mehr Zeit und Raum für sich.

Beispiel: Das Kind will sich weiterhin die Sandalen im Winter anziehen. Egal, ob das Kind schreit oder zappelt, ziehen Sie es ruhig, aber bestimmt selber an. Sprechen Sie entweder währenddessen die ganze Zeit mit dem Kind über Belanglosigkeiten, z.B. können Sie mit ruhiger Stimme sagen, was Sie nachher einkaufen oder kochen wollen, dass der Postbote vielleicht ein Paket bringt, dass vielleicht andere Kinder auf dem Spielplatz sein werden etc. Oder Sie ziehen das Kind selber an und ignorieren sein Verhalten, bleiben ruhig, sprechen nicht und schauen das Kind nicht an. Machen Sie einfach weiter, als wäre nichts. Zeigen Sie dem Kind, dass Sie die Führungsrolle ernst nehmen und ihm damit Sicherheit schenken.


5. Spiegeln

Versuchen Sie, Gefühle oder Befindlichkeiten Ihrer Kinder zu spiegeln mit einfachen Worten und mit dem Tonfall Ihrer Stimme (ohne Mitleid!). Das gibt den Kindern das Gefühl, gesehen und erkannt zu werden und beruhigt Kinder viel schneller und tiefer als Mitleid.

Beispiel: Ihr Kind ist hingefallen, hat sich aber nicht verletzt. Motivieren Sie das Kind, selber wieder aufzustehen mit freundlicher, aufmunternder Stimme. Sie können z.B. sagen: „Jetzt bist du sicher erschrocken“ oder „das hat sicher wehgetan.


6. Motivieren

Vermeiden Sie es, Kinder, die hinfallen, sofort aufzustellen, wenn das Kind das auch alleine schaffen kann! Vermeiden Sie Mitleid. Motivieren Sie das Kind, es selbst zu tun! Legen Sie ein fröhliches Lachen in Ihre Stimme, kein Auslachen!, z.B.. „Ei, ei, ei… komm, aufstehen, schau mal da vorne ist ein…. (Ablenkung)“. Halten Sie die Hand hin, zeigen Sie, dass Sie da sind. Aber lassen Sie es selber aufstehen, auch wenn es am Anfang schwierig ist. Verdramatisieren Sie das Hinfallen oder was sonst gerade passiert ist nicht. Nehmen Sie es leicht, ohne es abzuwerten. Zeigen Sie dem Kind, dass man unangenehmen oder schmerzhaften Situationen im Leben auch mit Leichtigkeit und Humor begegnen kann. Diese Lektion ist unschätzbar wertvoll!! Wenn man Kindern, die auf die Nase fallen, dauernd hilft, aufzustehen, lernen sie nur, dass sie in ihrem Leben immer jemanden brauchen, der ihnen wieder auf die Beine hilft. Und es entstehen Abhängigkeiten.


7. Grenzen

Setzen Sie klare, vernünftige Grenzen. Kinder brauchen Grenzen. Sie bieten, wenn sie einmal definiert und angenommen sind, Schutz, Sicherheit, Geborgenheit und Freiheit und lassen Kinder innerhalb dieser Grenzen Kinder sein. Innerhalb der momentan gesteckten, altersgerechten Grenzen können sich Kinder frei ausprobieren, entfalten und entwickeln und können mit viel Freiheit belohnt werden! Im Laufe der Reifeentwicklung werden die Kinder immer wieder an die bestehenden Grenzen gehen und wollen natürlicherweise darüber hinaus wachsen. Grenzen sind dazu da, dass sie erweitert werden können, sobald sich die Kinder im abgesteckten Rahmen entdecken und ausprobieren konnten. Geben Sie der Reife und dem Alter der Kinder entsprechend mehr Freiraum und stecken Sie die Grenzen immer weiter nach aussen, bis die Kinder Ihre Grenzen nicht mehr benötigen und irgendwann hinaus in die Welt ziehen, um dort ihre eigenen Grenzen zu erfahren.


8. Ignorieren

Ignorieren Sie Fehlverhalten Ihrer Kinder, sofern es für alle Beteiligten zumutbar ist. Kinder probieren entweder aus, wie weit sie mit einem bestimmten Verhalten gehen können, oder sie wissen es nicht besser. Wenn das Verhalten provokativ ist, geben Sie dem Kind mit Wort und Handlung zu verstehen, dass Sie das so nicht wollen (z.B. „Stop! Das möchte ich nicht!“ Ignorieren Sie das Kind bewusst, falls es nicht aufhört. Schweigen Sie, wenn das Kind mit Ihnen spricht. Singen Sie ein Lied, nur für sich selber. Schauen Sie sich interessiert etwas an, ohne das Kind zu beachten… Es wird aufhören mit seiner „Provokation“, weil es Ihre Liebe und Aufmerksamkeit will. Geben Sie Ihrem Kind sofort wieder liebevolle, ehrliche Aufmerksamkeit, sobald es sein Fehlverhalten abgelegt hat, und verhalten sich nachher, als wäre nichts gewesen. Vermeiden Sie belehrende Kommentare über das Vorgefallene. Lenken Sie zu etwas Schönem und Interessantem über, und belohnen Sie Ihr Kind mit herzlichem Lachen und Aufmerksamkeit.


9. Loben

Loben Sie Ihr Kind oft und ehrlich. Zeigen Sie Ihre Freude über jeden Versuch und jeden noch so kleinen Erfolg und all seine Bemühungen. Loben Sie mit Freude in der Stimme und einem Lächeln im Gesicht! Lassen Sie Ihre Augen sprechen beim Loben. Man darf das Lachen und Ihre Freude sehen und in Ihrer Stimme hören.


10. Vorschusslorbeeren

Vorschusslorbeeren können helfen, einem Kind die Unsicherheit zu nehmen, wenn es weiss, dass es etwas noch nicht kann. Es will es vielleicht gar nicht probieren, aus Angst, sich z.B. lächerlich zu machen. Sie können ruhig ganz ehrlich behaupten: „Ich weiss, dass du das kannst!“ Setzen Sie ihre ganze Zuversicht und Ihr Vertrauen in das Kind in Ihre Stimme. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es ihm zutrauen. Auch wenn das Kind die Aufgabe (z.B. Reissverschluss selber einfädeln und schliessen) noch nicht kann, irgendwann kann es das ganz sicher. Das Kind wird sich bemühen, unser Vertrauen nicht zu enttäuschen und wird sich freuen, die Herausforderung selber zu üben, bis es sie kann. Zeigen Sie Ihre Freude über jeden Versuch! Loben Sie überschwänglich jeden kleinsten Fortschritt! Das Kind wird es Ihnen mit viel Engagement danken!


11. Ablenkung

Lenken Sie den Fokus des Kindes auf etwas anderes, wenn das Kind sich in irgendeinem Thema festgebissen hat. Versuchen Sie es etwas später nochmal mit dem eigentlichen Anliegen.


12. Nicht Fragen – Aussagen machen

Machen Sie klare Aussagen, wenn Sie etwas mit dem Kind zusammen tun möchten (z.B. Wickeln, Anziehen, Essen etc.). Vermeiden Sie es, Ihr Kind ständig zu fragen: „Sollen wir einkaufen gehen? Möchtest du Essen? Wollen wir die Windeln wechseln?“ Wenn das Kind mit „Nein“ antwortet, müssten Sie das respektieren. Gewisse Handlungen gehören zum Alltag. Das hat nichts mit Zwang zu tun. Sagen Sie ganz einfach: „Wir gehen uns jetzt anziehen“ oder „Komm, wir gehen Windeln wechseln“. Wenn das Kind sich weigert, nehmen Sie es ruhig hoch und wechseln die Windeln oder gehen ohne Ärger und als wäre nichts Besonderes vorgefallen zum Anziehen und helfen dem Kind dabei. Plaudern Sie ruhig über Kleinigkeiten, lenken Sie ab, machen Sie Spass. Das Kind wird rasch herausfinden, wie toll Anziehen, Wickeln, Essen etc. im Grunde sein kann!! Aber handeln Sie konsequent und bleiben Sie dabei. Das wirkt wahre Wunder.


13. Frustration

Ermöglichen Sie Ihrem Kind, sich in Frustrationstoleranz zu üben. Frustrationen auszuhalten ist so wichtig für fast alles im Leben! Kinder wachsen und reifen enorm stark daran, wenn man ihnen nicht alles abnimmt oder ermöglicht. Kinder wollen und sollen selber „auf die Nase fallen“. Wir können sie beschützend begleiten und ihnen einen sicheren Rahmen bieten, um sich zu entdecken. Aber entdecken müssen sie selber dürfen! Das bedeutet auch, etwas mal nicht zu bekommen, den eigenen Kopf nicht durchsetzen zu können, die Uhr nicht rückwärts laufen zu lassen und die Erde nicht in ihrem Lauf unterbrechen zu können… Das Leben bietet immer wieder grosse und kleine Frustrationen, notgedrungen. Lernen wir unseren Kindern doch, wie sie mit der Frustration umgehen können.


14. NEIN!

Nein ist ein tolles Wort! Das wissen Kinder schon recht früh. Es ist auch für uns Erwachsene im Umgang mit Kindern ein tolles Wort. Kinder brauchen es, den Umgang mit einem klaren ‘Nein' zu lernen. Ein Nein von Ihnen sollte immer emotionslos sein. Wenn Sie wütend oder sonstwie aufgewühlt sind, lassen Sie es. Die Kinder würden Sie nicht ernst nehmen! Ein Nein muss aus Ihrer klaren, ruhigen inneren Mitte kommen. Nur dann kann ein Kind es als das erkennen, was es ist: ein klares Nein. Alles andere ist Machtkampf, den Sie mit Sicherheit verlieren und der weder Ihrem Kind noch Ihnen gut tut. Üben Sie die wohltuende Wirkung eines ruhigen, klaren ‘Nein’, wenn Sie Nein meinen, und bleiben Sie dabei. Nutzen Sie die Zeit und den Raum, der dadurch entsteht, für schöne Erlebnisse mit Ihrer Familie.


15. Handeln statt Erklären

Wir können kleinen Kindern die Ohren vollquasseln, aber wirklich etwas davon haben meistens nur wir Erwachsene – wenn überhaupt. Reden füllt die innere Leere – meinen wir. Aber schenken wir unseren Kindern und uns einmal bewusst stille Momente, dann können wir spüren, wie die Kreativität im Stillen sanft brodelt.

Möchten Sie allerdings eine Handlung erwirken mit dem Kind und das Kind will, will, will, will !!! nicht, handeln Sie einfach. Erklären Sie dem Kind nicht, warum wir so unbedingt Zähne putzen müssen – machen Sie das Zähneputzen zu einem Erlebnis! Bitten Sie das Kind nicht zehnmal darum, doch jetzt bitte endlich zu kommen oder sich anzuziehen. Nehmen Sie es an die Hand, holen Sie es, tragen Sie es zum Schauplatz, auch wenn das Kind schon längst selber laufen kann. Das Kind lernt so, dass Sie meinen, was Sie sagen. Es wird das nächste Mal freiwillig selber laufen, denn Kinder möchten selber machen dürfen. 


16. Erklären

Erklären Sie dann, wenn das Kind neugierig und wirklich interessiert ist. Nicht, weil es über Sprache Aufmerksamkeit von Ihnen will und Ihnen Löcher in den Bauch fragt. Wenn es Aufmerksamkeit möchte, nehmen Sie es dann lieber einmal innig in den Arm. Singen Sie Lieder mit ihm. Schenken Sie ihm Zeit und Aufmerksamkeit, um das Kind wieder ins Tun, z.B. ins Spiel zu bringen, und ziehen Sie sich dann wieder zurück, damit es selber weitermachen kann.


17. Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit ist die kleine Form der Liebe, besonders für Kinder. Schenken Sie Ihrem Kind viel positive Aufmerksamkeit. Es können auch ganz kleine Dinge sein wie ein Lächeln, ein Lob, ein Fingerspielchen aus der Distanz… Viele Kinder lechzen nach Aufmerksamkeit. Und wir Erwachsenen haben so oft das Gefühl, dass wir einfach nur „reden“ müssen mit dem Kind. Aber reden ist oft so leer. Das merkt man daran, dass es nicht mehr aufhört. Reden, reden, reden… und hinterher fühlt man sich ausgehöhlt und erschöpft. Kinder fangen dann oft an, über aufmüpfiges Verhalten mehr Aufmerksamkeit bekommen zu wollen. Wenn Sie dann dem Kind tatsächlich Ihre Aufmerksamkeit schenken, indem Sie es z.B. massregeln, wird es in seiner Annahme, dass es durch negatives Verhalten mehr Aufmerksamkeit bekommt, bestärkt. Ein Teufelskreis beginnt. Ein klares Nein, Konsequenzen ankündigen, Wahlmöglichkeiten anbieten, und dann Rückzug, sind allemal besser. Das Kind kann sich besinnen, was es möchte, und lernt, dass es schlussendlich selber entschieden hat. Und Sie sind aus dem Machtkampf raus.


18. Beruhigen

Beim Beruhigen von Kindern halte ich mich möglichst an folgende Reihenfolge:

1. Ablenkung. Lenken Sie Ihr Kind ab, indem Sie ihm etwas Interessantes zeigen. Ein Tier, einen Gegenstand, singen Sie ein Lied, plaudern Sie von Nebensächlichkeiten… Werden Sie selber ruhig in dieser Zeit. Oftmals reicht dies, damit ein Kind sich selber wieder beruhigen kann. Das ist ein grosser Schritt für den Rest seines Lebens.

2. Beruhigen mit Gegenständen. Falls dies nicht reicht, geben Sie dem Kind möglichst erst dann einen Nuggi, ein Kuscheltier etc.

3. Beruhigen mit Essen. Falls wirklich nichts hilft, versuchen Sie es mit Essen. Vielleicht ist das Kind wirklich hungrig und braucht Nahrung. Essen als Beruhigung sollte immer nur der letzte Schritt sein. Das Kind lernt sonst für sein Leben, sich mit Essen zu beruhigen. Wohin das führen kann, wissen wir.


19. Stecker und Steckdose

Wenn Ihre Kinder sich kaum oder schlecht von Ihnen lösen möchten, alles mit Ihnen zusammen tun wollen und kaum oder wenig für sich selber oder mit Spielkameraden spielen, wenn die Kinder an Ihnen „kleben“, dann sollten Sie ruhig den Stecker mal aus der Steckdose ziehen. Kinder docken gerne bei Erwachsenen an, wenn diese es zulassen oder fördern. Das können auch wildfremde Menschen sein, die mit fremden Kindern sprechen. Das zieht die Kinder nicht nur aus ihrem möglichen Spiel und der Präsenz im Augenblick fort, sondern macht es den Kindern fast unmöglich, sich auf sich selbst oder ihr Spiel (und später Aufgaben in der Schule!) zu konzentrieren.

Bestätigen Sie Ihren Kindern mit aktivem Zuhören und auf sie eingehen, dass Sie für sie da sind, aber schicken Sie Ihre Kinder ruhig einfach immer wieder etwas von sich weg („Geh ruhig ein bisschen spielen“, oder „Husch, husch, du darfst jetzt spielen gehen, ich bin immer noch am Kochen“ etc. Seien Sie bestimmt mit dem „Wegschicken“ und haben Sie bitte gar kein schlechtes Gewissen. Sie tun es für das Kind, damit es lernt, sich auch mal ein bisschen von Ihnen zu lösen. Kinder „loslassen“, freilassen, ihnen ihren eigenen Raum und Bereich zuzugestehen ist für Eltern zwar schwierig, für Kinder aber so unglaublich wichtig! Ihre Kinder werden dankbar und voller Freude erst recht wieder zu Ihnen „zurückkehren“!


20. Meinen Sie, was Sie sagen

Vermeiden Sie ein «also gut dann halt…»-Verhalten im Umgang mit Ihren Kindern. Es mag zwar kurzfristig scheinen, als würden Sie sich die Situation damit erleichtern, aber der Teufelskreis nimmt so seinen Lauf, und es wird immer noch mehr. Meinen Sie, was Sie sagen, und bleiben Sie dabei. In aller Ruhe. Das mag in der ersten Zeit anstrengend sein, aber die Belohnung für Ihr klares, konsequentes Verhalten wird sich früher oder später einstellen: ihr Kind murrt vielleicht etwas, wird aber immer mehr lernen, dass es nichts bringt, einen Machtkampf anzufangen. Und die Machtkämpfe hören plötzlich auf!


21. Einander unter Erwachsenen bestätigen vor dem Kind

Wenn Kinder erleben, dass es keine Vorteile bringt, wenn Mami nein gesagt hat, Papi zu fragen (und umgekehrt) gibt das Ihnen nicht nur mehr Harmonie in der gesamten Familie, sondern es gibt den Kindern auch Sicherheit. Fragen Sie ruhig beim Partner nach, ob und was er oder sie schon mit dem Kind abgemacht hat, und unterstützen Sie dies. Falls Sie anderer Meinung sind, tragen Sie es nicht vor dem Kind aus. Zeigen Sie Ihre Wertschätzung für den Partner vor den Kindern und sprechen Sie es aus. Das ist Balsam für Ihre Kinder. Und auch für Sie.


22. Mögliche Konsequenzen ankündigen

Ist die Situation festgefahren oder Sie brauchen einfach so eine Ausfahrt aus einer Situation, können Sie die mögliche Konsequenz ankündigen, die folgen könnte. Z.B. teilen Sie dem Kind mit, dass es keinen Besuch im Zoo heute Nachmittag geben wird, wenn es sich nicht anziehen will. Falls es tatsächlich soweit kommt, hatte das Kind die Wahl und muss sich nachher selber ‘an der Nase nehmen'. Kinder lernen aus den Folgen! Ich bin sicher, das Kind wird sich gerne anziehen!


23. Nichts verbieten, ohne anzubieten

Müssen Sie dem Kind etwas verbieten, dann tun Sie es. Ohne schlechtes Gewissen! Aber bieten Sie ihm dafür etwas anderes an. Das Kind möchte jetzt ein Eis? Wenn Sie sich – aus welchem Grund auch immer – für ein „Nein“ entscheiden, dann ist es auch ein Nein. Da braucht man nichts anzubieten, sonst fangen die Kinder an zu verhandeln. Möchte das Kind aber mit Ihren scharfen Messern spielen, dann ist das Nein auch ein Nein, aber Sie können ihm die Messer aus der Spielküche anbieten. Wenn es die nicht möchte, darf es auch darauf verzichten. Freie Entscheidung, aber Ihr Nein bleibt ein Nein.

Etwas anderes anzubieten hat also nichts mit den Machtspielen zu tun, die die Kinder entwickeln, um etwas zu bekommen, sondern kommt meistens aus dem Spielen heraus. Sei es, dass etwas zu gefährlich ist – dann bieten Sie ihm etwas gleichwertiges aber Ungefährliches an. Sei es, dass Sie den Esstisch gerade selber brauchen – dann können Sie dem Kind vielleicht den Salontisch zum Spielen anbieten.


24. Tonfall / Klang der Stimme

Klang und Tonfall Ihrer Stimme sind unverzichtbare Werkzeuge, die helfen, mit Kindern durchs Leben zu gehen. Kinder hören auf Nuancen in der Stimme. Sie können ganz bewusst damit spielen, wie auf einem Instrument. Nutzen Sie den Klangteppich, der Ihnen zur Verfügung steht. Vielleicht können Sie sogar damit fliegen…


25. Augensprache

Sprechen Sie mit den Augen. Alle positiven Gefühle dem Kind gegenüber sind erlaubt, ihm diese auch zu zeigen. Lachen Sie mit den Augen.

Sind Sie allerdings wütend oder zornig, dann richten Sie Ihren Blick ganz bewusst nicht auf die Augen des Kindes. Das ist für Kinder zu stark. Finden Sie zuerst in Ihre innere, ruhige Mitte zurück. Zeigen Sie Traurigkeit oder Kummer, aber vermeiden Sie es bitte, dem Kind das Gefühl zu vermitteln, dass es irgend etwas tun sollte, um Ihnen den Kummer oder die Traurigkeit abzunehmen! Kinder dürfen zwar unsere Betroffenheit miterleben, aber bitte immer aus Ihrer Klarheit heraus, die auch neue Wege finden kann. Dies mitzuerleben stärkt Kinder. Schliesslich sind wir Ihr Vorbild.. 


26. Aufräumen

Was für ein schlimmes Wort! Aufräumen!!!... Rennen Ihre Kinder schreiend davon, wenn sie es hören? Aber eigentlich ist Aufräumen etwas Schönes: man bringt alles wieder an seinen Ort, lässt die Spielsachen ausruhen, legt sie schlafen... Begleiten Sie das Aufräumen ganz bewusst. Helfen Sie mit! Legen Sie den Kindern Gegenstände in die Hände, ganz ruhig und sanft, und zeigen ihnen, wo sie hingehören. Helfen Sie tatkräftig mit! Machen Sie ein Erlebnis daraus! Kinder brauchen noch lange Unterstützung beim Aufräumen, und es tut so gut, dies gemeinsam zu tun. Betrachten Sie das Aufräumen als eine geführte Aktivität im Tagesablauf. Geniessen Sie es selber! Verstehen Sie den Sinn des Aufräumens: wenn sich etwas im Aussen ordnet, ordnet sich auch etwas im Gehirn. Räumen Sie langsam und voller Liebe für Ihr Tun auf! Parkieren Sie die Autos gemeinsam in der Garage. Legen Sie die Puppen zusammen mit dem Kind liebevoll ins Puppenbett und decken es zu. Singen Sie gemeinsam ein Schlaflied für die Puppen! Ihre Kinder werden das Aufräumen lieben!!! Und die gemeinsame Zeit mit Ihnen. Und die Kinder werden irgendwann ganz alleine liebevoll und gründlich aufräumen. Sie werden staunen!


27. Zeitinseln

Sie werden feststellen, dass Sie mehr Zeit und Raum für sich selbst haben, wenn Sie diese Anregungen in die Tat umsetzen. Machen Sie etwas Kreatives in dieser Zeit. Tun Sie sich selbst Gutes! Ihre Kinder werden spüren, dass Sie dadurch zufriedener, ausgeglichener und leichter werden. Und Ihre Kinder werden Sie zurückspiegeln!


28. Augenwinkel 




29. Schlechtes Gewissen/ Schuldgefühle

Vermeiden Sie es, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Sie Ihren Kindern Grenzen setzen müssen. Kinder brauchen Grenzen. Sie sind sonst verloren in einer Welt, die überall natürliche Grenzen bereithält. Wenn Kinder nicht üben können mit Grenzen umzugehen kann das spätere Leben ein dauernder Kampf werden.


30. Gesellschaft

Lassen Sie sich von fremden Menschen nicht verwirren, wenn Sie Ihrem Kind in der Öffentlichkeit „Nein“ sagen und Ihre Grenzen durchsetzen. Viele Menschen mischen sich oft ungefragt ein und kritisieren vielleicht Ihr Verhalten. Lassen Sie sich nicht verunsichern. Sie kennen Ihr Kind und die Situation, aus der heraus Sie gehandelt haben, besser als wildfremde Menschen, die sich oft nur wichtig machen wollen.


31. Nicht emotional werden / nicht emotional reagieren

Achten Sie darauf, nicht emotional zu werden und nicht emotional zu reagieren, sondern aus der ruhigen, inneren Mitte und Zentrierung heraus! Wenn wir emotional werden, sind wir in unserem eigenen inneren Film und weit vom Kind vor uns entfernt!


32. Macht / Ohnmacht / Manipulation

Ziehen Sie Ihr Bauchgefühl zu rate, wenn Sie sich überfordert oder gestresst fühlen, und handeln Sie danach. Sehr früh testen Kinder ihre Macht über Sie aus, und bekommen diese oft auch noch bestätigt. Wenn Sie sich ohnmächtig fühlen und das Gefühl haben, dass Sie den Boden unter den Füssen verlieren – machen Sie ein paar Schritte zurück. Fort vom Abgrund. Im wahrsten Sinne des Wortes. Gehen Sie wortlos in ein anderes Zimmer, fangen Sie ein Buch an zu lesen, singen Sie für sich selber ein Lied. Finden Sie zurück in Ihre eigene innere, klare Mitte. Atmen Sie tief durch. Lächeln Sie!

Und erst dann machen Sie weiter, als wäre nichts gewesen. Sie werden ganz anders an die Situation herangehen können als vorher. Und wahrscheinlich sind Sie auch noch viel schneller dabei.

Wenn Kinder anfangen, Sie zu manipulieren, indem Sie Forderungen an Sie stellen, geben Sie nicht nach. Haben Sie einmal nachgegeben, gibt es nur schwer ein zurück. Natürlich können Sie zurück auf eine gesunde Ebene mit Ihrem Kind, aber es wird sehr viel anstrengender! Sind Sie bereits in einer solchen Abwärtsspirale gefangen, stellen Sie sich einfach auf viel Arbeit ein, die Nervenstärke, Zeit und Kraft fordert. Aber wenn Sie diese Zeit durchgestanden haben, werden Sie die Belohnung für Ihr konsequentes Durchhaltevermögen erhalten: alles wird viel !!! einfacher werden! Und die Kinder und Sie werden zufriedener dabei sein.


33. Forderungen

Forderungen der Kinder sollten Sie nicht immer sofort erfüllen. Sie können

- etwas auf später versprechen und bitte auch erfüllen

- 2 Wahlmöglichkeiten anbieten

- Klares NEIN!

Lassen Sie sich auf Forderungen der Kinder sofort ein, werden Sie zum Diener Ihrer Kinder. Die Hierarchie hat sich auf ungesunde Weise verschoben.


34. Diener sein

Vermeiden Sie es, sich zum Diener Ihrer Kinder zu machen! Es ist zwar gerade in Mode, aber nur, weil es alle anderen auch so machen, heißt es noch lange nicht, dass es richtig ist und der Entwicklung Ihrer Kinder förderlich ist. Helfen Sie Ihrem Kind, etwas selbst zu tun! Auch wenn das bedeutet dass es doppelt so lange dauert.


35. Hierarchiemuster

Als Eltern stehen Sie – so sollte es sein - für Ihr Kind ganz oben auf der Hierarchieleiter. Ein Machtwechsel entsteht dann, wenn die Kinder bestimmen, und Sie, oft dem Frieden und der Ruhe zuliebe, den Kindern fast jederzeit Ihren Willen lassen. Schnell werden Sie auch noch zum Diener Ihrer Kinder. Passen Sie auf, dass Sie dieses ‘selbst bestimmen’ nicht mit ‘Selbständigkeit’ der Kinder verwechseln. Wie Sie aus diesen Mustern hinausfinden können ist hier beschrieben.

Seien Sie sich bewusst, dass fremde Betreuer und Pädagogen in den Augen des kleinen Kindes immer unter Ihnen eingestuft werden. Deshalb erschrecken Sie nicht, wenn sich Ihr Kind während der Betreuung in Kita, Kindergarten oder Schule oder während der Privatbetreuung toll verhält, kaum tauchen Sie auf aber seine eingespielten Verhaltensmuster abruft. Dann ist es vielleicht an der Zeit, die Muster zu verändern. Das können nur Sie! Das Kind kann es ohne ein anderes Verhalten ihrerseits nicht. Machen Sie den Anfang!


36. Bauchgefühl / Herzwissen

Handeln Sie aus dem Bauch heraus. Der Bauch ist dem Herzen näher als der Kopf. Bauchgefühl bedeutet: spüren Sie in Ihre ruhige, starke, klare Mitte hinein. Lassen Sie Ihre Intuition zu. Spüren Sie Ihre ruhige Klarheit. 

Vermeiden Sie die eigenen Dramen und emotionalen Verstrickungen. Damit wären Sie nur in der eigenen Verletzung des eigenen inneren Kindes und können dem Kind vor sich niemals gerecht werden. Wenn Sie das eigene innere Kind heilen wollen, suchen Sie Rat bei einem guten Therapeuten. Ihr Kind spiegelt Sie vielleicht, aber überwinden können Sie nur alleine Ihre eigene Vergangenheit. 

Und lesen Sie ruhig Ratgeber und seien Sie kritisch damit. Machen Sie sich Notizen, aber stellen Sie sich unbedingt Ihren eigenen Leitfaden zusammen und lernen ihn ‘auswendig’. Verinnerlichen Sie das, was IHNEN wichtig ist. Und dann ‘vergessen’ Sie es wieder! Halten Sie sich nicht sklavisch daran. Mit Kindern zusammen zu sein bedeutet, sich immer wieder aufs Neue auf den Moment einzulassen. Jeder Augenblick ist neu und noch nie dagewesen.  Vertrauen Sie auf Ihr eigenes Herzwissen! Handeln Sie aus Ihrer eigenen inneren, klaren Mitte heraus. Das ist heilend für Sie selbst und für Ihre Kinder.


Möchten Sie konkrete Beratung und Unterstützung vor Ort bei Ihnen zu Hause? Gerne komme ich bei Ihnen vorbei.


Kosten: Sfr. 80.- pro Stunde


078 730 76 83

[email protected]